Gastbeitrag von Jeannine Müller
Die Trampolinturner des TSV Meiningen machten sich am vergangenen Wochenende auf den weiten Weg nach Dresden, um am 11. Ostertrampolinturnier, im Wettkampformat Synchronwettkampf mit zusätzlichem Einzelwettkampf für die jüngste Altersklasse, teilzunehmen.
Drei Synchronpaare im Alter von 9 bis 19 Jahren hatte das Trainerteam um Claudia und Felix Hartmann, welcher an diesem Tag auch wieder als Kampfrichter fungierte, hierfür ausgewählt.
Für alle Teilnehmer vom TSV Meiningen war es der 1. Wettkampf im Synchronturnen und auch die Vorbereitung auf diesen Wettkampf gestaltete sich nicht so einfach, da der TSV bisher nur ein großes Trampolin besitzt.
Im Vorfeld gab es, dank der Einladung des Trampolinturnvereins Unstrut-Hainich e.V., nur eine Möglichkeit das Synchronspringen zu üben. Die Trainer hatten hierfür an einem Freitagabend ein Sondertraining in Mühlhausen organisiert.
Dennoch startete man hoch motiviert, mit Eltern, Geschwistern und Großeltern als Fans im Gepäck, zur Teilnahme nach Dresden, um weitere Wettkampferfahrung zu sammeln.
Insgesamt nahmen sieben Vereine aus Berlin, Cottbus, Dresden, Meiningen, Straußberg, Unstrut-Hainich (Mühlhausen) und Zwickau, in drei Wettkampfklassen (WK) im Synchronbereich, teil.
In der WK 2 (olympisch synchron, unabhängig von Alter und Schwierigkeit) gingen für den TSV Meiningen Melli Lynn Hötzel (2016) und Lucy Marie Tischer (2014) sowie Daria Mayfarth (2011) und Lucy Reps (2006) an den Start.
In der WK 3 (Einteilung in Altersklassen und abhängig von der AK-Vorgabe einer Mindestschwierigkeit) traten Victoria Edelhof (2013) und Martha Müller (2013), somit in der schwierigsten Übung der drei Paare, für den TSV an.
Für die Wertung zählen in WK2 Haltung, Synchronität, HD (Wandern auf dem Netz) und Schwierigkeit und in WK3 Haltung, Synchronität und HD.
Interessant zu wissen, dass die Größen Synchronität und HD technisch, mit Hilfe von Platten, auf denen die Trampoline stehen, gemessen werden. Über Schwierigkeit und Haltung entscheiden dagegen die Kampfrichter visuell.
Im Vorkampf wurden in jeder Wettkampfklasse zwei Kürübungen im Modus „best of two“ geturnt. In der WK 3 zählen dabei nur Übungen mit der geforderten Mindestschwierigkeit.
Die acht besten Paare jedes Vorkampfes turnten zusätzlich eine Finalkür. Im WK 2 und 3 gewinnt das Paar mit den meisten Punkten aus Vorkampf und Finale.
Melli und Lucy konnten sich im Vorkampf den 5 Platz sichern und somit als letztes Paar in der WK2 ins Finale einziehen. Durch ihre starke Steigerung im Finale, ausschlaggebend dafür war die hohe Synchronität, landeten sie am Ende auf einem überragenden Platz 3 und somit auf dem Treppchen.
Für die anderen zwei Paare reichte es, trotz starker Leistung, sehr guten Haltungspunkten bei Vicky und Martha und der hohen geturnten Schwierigkeit bei Daria und Lucy, leider nicht für den Einzug ins Finale.
Riesenfreude beim jüngsten Synchronpaar, aber natürlich auch ein bisschen Enttäuschung bei den anderen beiden Paaren aus Meiningen.
Das Trainerteam ist dennoch sehr stolz auf seine Schützlinge: „Sie haben alle stark gekämpft und gezeigt, dass sie trotz der wenigen Synchrontrainigszeit, bei den anderen Vereinen mithalten können und beim Synchronturnen ist, ähnlich wie beim Lotto, auch immer ein bisschen Glück gefragt“, so Claudia Hartmann.
Wie die zweite Vorrunde von Martha und Victoria zeigte: nur ein kleiner einfacher Fehler bei der Ausführung eines Elementes führte zur Streichung der Wertigkeit dieses Elementes, infolgedessen die Gesamtschwierigkeit der Übung nicht mehr 3,5 erreichte und somit die komplette Kür nicht mehr in die Wertung einging.
„Sehr ärgerlich für die Beiden, doch das intensive Training und die Wettkampf-Erfahrung haben sie wieder ein großes Stück weiter gebracht“, sind sich die Trainer einig.
Ein großes Dankeschön richtet das Team auch an alle mitgereisten Eltern und Großeltern für die große Unterstützung vor und während des Wettkampfes. Es war eine schöne gemeinsame Zeit in Dresden.





